Awagami – Japanische Papiere für Fine Art Prints

Marc Hesse FineArt - Shiramine
Marc Hesse FineArt - Shiramine
Marc Hesse FineArt - Shiramine

Bildnachweise: Motive und Arbeiten von Uwe Langmann. 

Photokina 2012. Ich stehe am Awagami-Stand und halte zum ersten Mal diese japanischen Papiere in der Hand. Damals hatte ich keine Ahnung, dass sie zu einem festen Bestandteil meines Studios werden würden.

Handarbeit aus Japan, beschichtet für Inkjet

Awagami-Papiere werden in Tokushima, Japan, nach traditionellen Methoden hergestellt. Für den Inkjet-Druck bekommen sie eine spezielle Beschichtung – entwickelt und aufgetragen direkt in den Awagami-Werkstätten.
Bizan Medium und Shiramine Postcards sind komplett Handarbeit. Jedes Blatt einzeln geschöpft, luftgetrocknet. Die unregelmäßigen Ränder (Deckle Edges), die Variationen in der Struktur – das ist kein Fehler, das ist Handwerk.
Wenn Kunden zum ersten Mal ein Awagami-Papier anfassen, kommt fast immer: „Das fühlt sich ja ganz anders an.“ Die Haptik ist das Erste, was auffällt.

Meine drei Favoriten

Bizan Medium (200 g/m²) – Mein Arbeitspferd. Handgeschöpft aus Kozo-Fasern (Maulbeerbaum). Hat genau die richtige Substanz, ohne zu dominant zu werden. Gibt Landschaften eine besondere Tiefe.
Shiramine Postcards – Handgeschöpfte Postkarten. Perfekt für kleine Serien oder Geschenke. Ein Künstler, mit dem ich arbeite, fotografiert unter anderem japanische Motive – auf diesen Karten kommen seine Bilder richtig zur Ruhe.
Unryu – Das Dramatischste der drei. Lange sichtbare Fasern, die wie schwebende Wolken wirken. Bei Natur- und Japan-Motiven entsteht eine fast meditative Wirkung.
Sie können bei mir übrigens alle Awagami-Papiere kennenlernen – von Kozo über Bamboo bis zu den Premio-Varianten.

Wofür eignet sich Awagami?

Landschaftsfotografie, Naturaufnahmen und japanische Motive harmonieren besonders gut mit Awagami. Die Faserstruktur passt einfach zu diesen Themen.
Ein Künstler, mit dem ich seit Jahren zusammenarbeite, fotografiert unter anderem in Japan. Seine Tempel, Gärten, Landschaften drucke ich oft auf Awagami – andere Papiere würden diesem kulturellen Kontext nicht gerecht.

Präsentation: Schwebend in Halbe Distanzrahmen

Die Bizan-Prints rahme ich am liebsten schwebend in Halbe Distance Magnetrahmen ein.
Der Abstand zwischen Glas und Rückwand gibt dem Ganzen eine beeindruckende Tiefenwirkung. Das handgeschöpfte Papier mit den charakteristischen Deckle Edges schwebt förmlich – das Werk wird dreidimensional. Die natürliche Struktur und die unregelmäßigen Ränder kommen ohne direkten Glaskontakt perfekt zur Geltung.
Das Halbe-Magnetprinzip ist genial einfach: Von vorne montieren, ohne Werkzeug, in Sekunden. Die magnetischen Distanzleisten halten alles sicher und reversibel.

Warum ich damit arbeite

Diese Papiere sind anspruchsvoll. Handgeschöpft bedeutet: Jeder Druck ist individuell zu betrachten. Jedes Blatt ist ein Unikat. Und sie sind teurer als Standardpapiere.
Trotzdem arbeite ich gerne damit. Wenn Sie ein Papier suchen, das Ihren Bildern eine zusätzliche Dimension gibt, sollten wir über Awagami sprechen.

Interesse?

In meinem Studio in Potsdam können Sie alle Awagami-Papiere anschauen und anfassen. Ich zeige Ihnen Beispieldrucke und wir finden raus, ob eins davon zu Ihrem Projekt passt.

Fragen zu Awagami oder wollen Sie Ihre Bilder auf einem dieser Papiere sehen? Kontaktieren Sie mich.